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CHRONOLOGIE

Haskenkreuz an Dönerimbiss. Quelle: de.indymedia.org

Rechte Gewalt in Brandenburg


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06.01.2012  » Neuruppin / Ostprignitz-Ruppin
Neuruppin Ein 40-jähriger Pakistaner wurde an seinem mobilen Verkaufsstand von einem Mann beleidigt und bedroht. Als der Betroffene den Stand verließ, um die Situation zu entschärften, schlug der Angreifer auf ihn ein und bedrohte ihn weiter. Als umstehende Passanten eingriffen, ließ der Täter von dem Betroffenen ab.  (Quelle: IW)
27.12.2011  » Frankfurt (Oder) / Frankfurt (Oder)
Frankfurt (Oder) Bei einem Hallenfußballturnier wurden Team und Fans einer Berliner Mannschaft von rechten Hooligans als "Juden" beschimpft und bedroht. Bei der vorzeitigen Abreise der Berliner wurden sie mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen.  (Quelle: Lila Kanal)
12.12.2011  » Frankfurt (Oder) / Frankfurt (Oder)
Frankfurt (Oder) Nach einem Punkkonzert wurden zwei Jugendliche von drei Männern als »Zecken« und »dreckige Punks« beschimpft und angegriffen. Eine Person wurde durch Schläge verletzt, die zweite Person verletzte sich beim Fluchtversuch.  (Quelle: BOrG FFO)
10.12.2011  » Oranienburg / Oberhavel
Oranienburg Am Bahnhof wurde alternativer Jugendlicher durch einen Neonazi aus einer siebenköpfigen Gruppe angegriffen. Nach einer verbalen Auseinandersetzung schlug der Neonazi auf den Jugendlichen ein, bis die Polizei ein schritt. Es wurde Anzeige erstattet.  (Quelle: Oranienburger Register)
05.12.2011  » Frankfurt (Oder) / Frankfurt (Oder)
Frankfurt (Oder) Ein 28-jähriger Mann aus Sierra Leone wurde aus rassistischen Motiven angegriffen und geschlagen. Der Betroffene war erst wenige Tage zuvor attackiert worden.  (Quelle: Polizei)
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2008-07-29
Source: OPP

Mehr rechte Gewalttaten

Durch Nachmeldungen hat sich die Zahl der von der Opferperspektive erfassten rechten Gewalttaten im Jahr 2007 von 137 auf 151 Fälle erhöht. So viele Delikte hat der Verein noch nie gezählt. Die Opferperspektive fordert direkte Informationen aus dem Landeskriminalamt und kritisiert positive Trendmeldungen des Innenministeriums.

Im Februar dieses Jahres hatte die Opferperspektive für 2007 mit 137 rechten Gewalttaten einen leichten Rückgang zum Vorjahr festgestellt, als 140 Taten gezählt worden waren. Inzwischen sind 14 weitere Fälle bekannt geworden. Demnach haben sich letztes Jahr 151 rechte Gewalttaten in Brandenburg ereignet. Zusätzlich hat die Opferberatungsstelle Kenntnis von vier rechten Gewalttaten aus dem Vorjahr, bei denen die Geschädigten keine Anzeige stellen wollen.

Neben Gerichtsverfahren und eigenen Recherchen erfuhr der Verein von zahlreichen Fällen erst durch die Veröffentlichung der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei im Juni. Die Opferperspektive fordert eine direkte Information aus dem Landeskriminalamt anstatt auf die Parlamentsdokumentation warten zu müssen.

Sämtliche Taten sind mit Quellenangaben auf www.opferperspektive.de
veröffentlicht. Der Verein erfasst ausschließlich Gewalttaten, nicht gezählt werden Propagandadelikte. Die Opferperspektive orientiert sich an den polizeilichen Kategorien politisch motivierter Kriminalität, zählt jedoch auch Nötigungen, wenn diese für die Opfer schwerwiegend sind. Für die Differenz zu offiziellen Angaben ist die unterschiedliche Einschätzung von Tatmotiven ausschlaggebend.

Das Potsdamer Innenministerium betont stets, dass der Rechtsextremismus die größte Bedrohung der Demokratie darstellt. Unverständlich ist daher, weshalb das Ministerium ebenso regelmäßig von einer rückläufigen Zahl rechter Gewaltdelikte spricht. Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes im März 2008 etwa strich Innenminister Jörg Schönbohm heraus, dass sich die Zahl rechter Gewalttaten verringert habe – im Vergleich zu 2004. Die beigefügten Tabellen wiesen einen Anstieg
der Delikte von 2006 auf 2007 aus.

Opferperspektive e.V.

Kontakt Dominique John

Telefon 0331 8170000 | 0160 7967232

(OPP)

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