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CHRONOLOGIE

Haskenkreuz an Dönerimbiss. Quelle: de.indymedia.org

Rechte Gewalt in Brandenburg


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26.03.2013  » Meyenburg / Prignitz
Frehne, Meyenburg Bei einem rechten Überfall auf ein Jugendwohnheim im Ortsteil Frehne sind ein Betreuer und zwei Jugendliche, mit Migrationshintergrund, verletzt worden. Die etwa zehn Angreifer riefen dabei rassistische Parolen und zeigten den sog. Hitlergruß. Das Wohnprojekt war in der Vergangenheit bereits häufiger Ziel von rechten Anfeindungen.  (Quelle: IW, TSP)
18.03.2013  » Forst (Lausitz) / Spree-Neiße
Forst Am späten Abend wurde ein politisch aktiver Jugendlicher mit einem Auto verfolgt und in eine Straßenecke abgedrängt. Zwei, der drei Personen stiegen aus dem Auto und griffen den jungen Mann an. Dem Betroffenen gelang es, sich gegen die Angreifer zu wehren und zu flüchten. Bereits am Abend zuvor war der Jugendliche von einem der Täter mit einem Messer bedroht worden.  (Quelle: OPP)
17.03.2013  » Forst (Lausitz) / Spree-Neiße
Forst Ein politisch Aktiver wurde aus einem Auto heraus als »Scheiß Antifa« beschimpft und es wurde ihm der sog. »Hiltergruß« gezeigt. Anschließend stieg der Beifahrer aus dem Wagen und bedrohte den Aktivisten mit einem Messer.  (Quelle: OPP)
08.03.2013  » Spremberg / Spree-Neiße
Spremberg Am späten Nachmittag wurde ein politisch aktiver Jugendlicher von drei Rechten aus einem Auto heraus angesprochen mit »Wie läufst du denn hier rum«. Einer der Rechten stieg aus dem Auto und schlug den Jugendlichen ins Gesicht. Danach drohte er ihn umzubringen, wenn er zur Polizei ginge.  (Quelle: OPP)
07.02.2013  » Prenzlau / Uckermark
Prenzlau Der für den bestialischem Mord an Marinus Schöberl mit verurteilte Sebastian F. beleidigte einen vietnamesischen Imbissbetreiber rassistisch und drohte den Imbiss zu zerstören. Beim Verlassen des Imbisses attackierte er einen Punk.  (Quelle: gegenrede)
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Antidiskriminierung

Gegen den Strom: Bild 7

Beratung Betroffener rassistischer Diskriminierung

Weitere Informationen hier

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2012-05-23
Source: OPP

Vor 10 Jahren starb Kajrat Batesov

Am 4. Mai 2002 wurde der Russlanddeutsche Kajrat Batesov nach einem Diskobesuch, zusammen mit seinem Freund Max, von mehreren Männern angegriffen.

Gedenken

Source: OPP

Die Angreifer wollten, nach eigenen Angaben, so »ihr Revier« gegen »Fremde« und »Russen« verteidigen. Als die beiden bereits schwer verletzt am Boden lagen, schleuderte einer der Täter einen 18 Kilo schweren Feldstein auf Kajrat. Am 23. Mai 2002 starb der 24-Jährige aufgrund der schweren Verletzungen.

Am 1. Mai 2012 wurde in Wittstock, im Rahmen der Proteste gegen einen Neonaziaufmarsch, an Kajrat Batesov erinnert und der Todesopfer rechter Gewalt gedacht. Nach wie vor ist der Kampf gegen rechtes Gedankengut und rechte Schläger auf den Straßen nicht gewonnen. Weiterhin besteht die Gefahr wegen der Hautfarbe, wegen des Aussehens, der kulturellen Zuordnung oder politischen Einstellung angegriffen zu werden. Seit 1990 starben mindestens 27 Menschen durch die Gewalt von Neonazis in Brandenburg. Von der Landesregierung werden lediglich neun Tötungsverbrechen als politisch rechts motiviert anerkannt.

Für den 1. Mai hatte die Neonazigruppe Freie Kräfte Neuruppin/Osthavelland zu einer Demonstration aufgerufen. Der Aufmarsch der ca. 200 Neonazis wurde erfolgreich nach wenigen Metern gestoppt. Unter dem Motto »1.Mai Nazifrei« hatten sich etwa 150 Personen auf die Straße gesetzt und ihrem Protest gegen Rechts deutlich zum Ausdruck gebracht.

Die Neonazis lösten sichtlich frustriert und aggressiv ihre Versammlung auf. Etwa 80 von ihnen fuhren nach Neuruppin, um eine Spontandemonstration durchzuführen. Dort durchbrachen sie am Bahnhof eine Polizeikette und griffen anschließend mit Flaschen und Steinen das alternative Jugendwohnprojekt »Mittendrin« an. Nur durch das beherzte Eingreifen der Menschen im Jugendzentrum konnten die Attacken abgewehrt werden. Erst anschließend erschien die Polizei.

Rede zum Gedenken an Kajrat Batesov auf ostblog

(ulim)

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